Introduction
Bei einem Kleid soll auf beiden Ärmeln ein Blütenzweig vom Ellenbogen zur Schulter wachsen. Auf dem Zuschneidetisch passt ein Schnittteil genau in eine Lücke, wenn man es umdreht. Am fertigen Kleid würde dadurch ein Zweig nach unten zeigen. Legen Sie deshalb die beiden Papierschnitte so nebeneinander, wie sie später getragen werden, bevor Sie nach der Ausbeute je Meter fragen.
Fordern Sie ein Stück in voller Breite an, auf das beide Ärmeleinsätze passen und das genügend Rapporte zum Verschieben der Motive bietet. Nähen Sie einen Einsatz auf den vorgesehenen Unterstoff. Sind Beweglichkeit, Blütenposition und nutzbare Breite abgestimmt, zählen Sie in einem Schnittbild die vollständigen linken und rechten Paare. Mit dieser Ausbeute kann der Einkauf kalkulieren.
Welches Stück braucht die Bemusterung?
YiTuo führt die weiße elastische Blütenspitze SY935 mit 150 cm Breite, 90 % Polyamid (Nylon) und 10 % Elasthan. In der Nahansicht sieht man die dichteren Blütenblätter neben den offenen Flächen. Dort scheint ein kontrastierender Unterstoff durch. Wenn diese Wirkung gefragt ist, schicken Sie Ärmelkontur und gewünschte Blütenposition mit, bevor die Probe zugeschnitten wird. Produktangaben zu SY935

Katalogfoto von SY935. Verfolgen Sie eine vollständige Blüte und betrachten Sie anschließend die freie Netzfläche bis zur nächsten.
Ein Handmuster hilft bei der Wahl von Blüte und Farbe. Für einen Zuschnittversuch benötigen Sie beide Stoffkanten am selben Stück, eine Markierung für rechte Seite und Abrollrichtung sowie genügend durchgehende Länge für beide Papierschnitte einschließlich Nahtzugaben. Schicken Sie die größten vorgesehenen Konturen mit. Ein nur ärmellanges Muster lässt oft keinen Spielraum, um die obere Blüte zu platzieren.
Die Rundung auf dem gewählten Unterstoff nähen
Legen Sie die Spitze auf den tatsächlichen Ärmelstoff, bei gefütterten Ärmeln zusätzlich auf das vorgesehene Futter. Heften oder nähen Sie die Rundung mit der geplanten Verarbeitung und legen Sie sie ab, ohne sie glattzustreichen. Ist die ausgewählte Blüte noch zu sehen? Liegt die Kante daneben flach? Eine beim Festhalten glatte Naht kann sich beim Loslassen zusammenziehen.

Unten links wirft der pfirsichfarbene Unterstoff neben der Naht Falten. Wenn das an Ihrer Probe passiert, setzen Sie Passzeichen auf beide Lagen. Nähen Sie mit denselben Materialien und derselben Stichart noch einmal und führen Sie die Passzeichen aufeinander. Heben Sie beide Versuche auf, damit die Musternäherei die Rundungen im entspannten Zustand vergleichen kann.
In welcher Richtung braucht der Ärmel Bewegungsfreiheit?
Bei diesem Kleid braucht der Ärmel Spiel um den Oberarm. Tragen Sie diese Richtung am Schnitt ein. Markieren Sie auf der Spitze die Abrollrichtung und prüfen Sie, ob die Blüten ein Oben und Unten haben. Erproben Sie die zulässigen Lagen mit Unterstoff und Naht. Die Musternäherei prüft die beabsichtigte Armbewegung und hält fest, welche Orientierung bei dieser Verarbeitung funktioniert.
Eine Vierteldrehung des Papierschnitts tauscht Längs- und Querrichtung. Bei einer halben Drehung bleiben die Achsen erhalten, der Blütenzweig steht aber auf dem Kopf. Wird ein bereits zugeschnittenes linkes Teil gewendet, liegt die Rückseite oben. Müssen beide Außenseiten gleich aussehen, legen Sie den Stoff mit der rechten Seite nach oben und verwenden getrennte Schnittkonturen für links und rechts.
Einen wiederauffindbaren Bezugspunkt für die Blüte setzen
Markieren Sie beispielsweise die Mitte der Blüte unmittelbar unter der Schulternaht. Übertragen Sie die Stelle ausgehend von der fertigen Nahtlinie auf beide Papierschnitte. Verschieben Sie die Schnitte einzeln, bis unter den Markierungen die entsprechenden Blüten liegen. Prüfen Sie, welchen Teil die Nahtzugabe verdeckt. Klären Sie auch, ob die Rückseiten beider Ärmel ebenso genau platziert sein müssen oder ob die Blüten dort frei liegen dürfen.

Der Punkt auf dem Transparentpapier bezeichnet die Blüte. Vergleichen Sie die Zweige in der unteren Reihe. Die Papierschnitte links sind spiegelbildlich. Auf den Zuschnitten rechts steht ein Zweig auf dem Kopf.
Welche Breite steht für das Motiv tatsächlich zur Verfügung?

Die Metallnadel liegt nahe der ersten gemusterten Spalte. Würde ein ungemusterter Netzstreifen später sichtbar, beginnt die nutzbare Breite für diesen Ärmel weiter innen. Prüfen Sie beide Stoffseitenränder.
Lassen Sie die Probe flach und entspannt liegen. Markieren Sie links und rechts die Grenze, innerhalb derer dieser Ärmel zugeschnitten werden kann. Eine ungemusterte Zone kann für die Nahtzugabe taugen, selbst wenn sie auf der sichtbaren Ärmelfläche stören würde. Der Zuschnitt prüft das am tatsächlichen Schnittteil. Notieren Sie Gesamtbreite und nutzbare Breite für dieses Schnittbild. Welche davon kann der Lieferant für die bestellte Ware zusichern?
Wie viele Meter für 63 Paare?
Angenommen, Sie brauchen 63 Paare von Ärmeleinsätzen in Größe M. Das Rechteck zeigt quer zur Rolle 138 cm nutzbare Breite und längs der Rolle 120 cm. In diesem Beispiel wiederholt sich das Motiv längs alle 20 cm. Die Schnittkonturen enthalten die Nahtzugaben. Für einen anderen Schnitt oder einen ganzen Ärmel legen Sie dessen tatsächliche Kontur auf die eigene Ware.

Lesen Sie jeweils ein senkrechtes Paar ab. L1 und R1 ergeben ein Kleid, L2 und R2 das nächste. Die Pfeile kontrollieren die Blütenrichtung, die Ringe die übereinstimmende Blüte am vorgesehenen Punkt unter der Schulternaht. Nach sechs Rapporten à 20 cm erreicht die Unterkante wieder die Musterposition der Oberkante.
Angabe aus dem Zuschnitt | Rechnung für den Einkauf |
|---|---|
3 linke + 3 rechte Teile auf 1,20 m | 3 vollständige Paare je Schnittbild |
1,20 ÷ 3 | Durchschnittlich 0,40 m je Paar |
63 Paare ÷ 3 | 21 vollständige Schnittbilder |
21 × 1,20 m | 25,20 m durchgehende Schnittbildlänge |
Die 25,20 m umfassen die 21 Schnittbilder ab der ersten passend ausgerichteten Blütenreihe. Ein Rollenwechsel oder eine Stückverbindung unterbricht diesen Lauf. Messen Sie für jeden Abschnitt, wie viel der Zuschnitt bis zum nächsten passenden Anfangsmotiv vorrücken muss. Diese Längen sowie separate Muster- und Reserveteile kommen vor der Bestellfreigabe hinzu. Größere Konfektionsgrößen benötigen eine eigene Schnittprüfung.

Probe auf der schmaleren Ware. Oben rechts greift bei gewünschter Blütenlage ein Teil der Kontur in den ungemusterten Rand. Verschieben Sie den Schnitt und kontrollieren Sie die Blüte durch das Papierfenster wie unten links. Erst wenn beide Konturen auf geeigneter Fläche liegen, zählen Sie die Paare erneut.
Darf der Einkauf mit 25,20 m kalkulieren?
Schnittbild bestätigt. Auf der angebotenen nutzbaren Breite liegen sechs Teile, an jeder Markierung sitzt die freigegebene Blüte und die Schnittbilder können ohne Versatz aufeinanderfolgen. Halten Sie Muster- und Schnittversion, nutzbare Breite, 3 Paare je 1,20 m und 25,20 m Nettobedarf für 63 Paare in M fest. Addieren Sie den gemessenen Bedarf für Rollenanfänge, Versuche und Reserve.
Breite oder Blütenlage geändert. Legen Sie alle sechs Konturen auf ein vollbreites Muster des neuen Angebots. Ragt ein Teil in den ungemusterten Rand, verschieben Sie es bis zum nächsten zulässigen Motiv und prüfen Sie erneut. Zählen Sie die vollständigen Paare und messen Sie die Länge, die sie belegen. Rechnen Sie zunächst den neuen Meterbedarf aus und wenden Sie darauf den angebotenen Meterpreis an.
Besprechen Sie eine konkrete Anforderung
Setzen Sie das Gelesene in einen konkreten nächsten Schritt um.
Senden Sie eine kurze Beschreibung, eine Produktreferenz, ein Foto, ein Stoffmuster oder technische Unterlagen. Die technische Machbarkeit sowie die Bedingungen für Musterentwicklung, Dokumentation und Produktion werden nach der Prüfung bestätigt.
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