Introduction
Die Strickjacke mit schmaler elfenbeinfarbener Spitze an beiden Manschetten ist nachbestellt. Vom Band der letzten Saison hat der Lieferant noch einen Rest. Für die Fehlmenge schlägt er eine ähnliche Borte vor. Legen Sie vor der Zusage eine der alten Manschetten neben die neue Spitze. Eine auf dem Bildschirm unscheinbare Blüte kann an der angenähten schmalen Kante fast die gesamte sichtbare Fläche einnehmen.
Ermitteln Sie zuerst, wie viele vollständige Manschettenpaare der Altbestand ergibt. Nähen Sie dann mit der vorgeschlagenen Borte und dem tatsächlichen Stoff der Strickjacke ein neues Paar. Beides zusammen hilft bei der Entscheidung, die Lieferung aufzuteilen, die ganze Serie umzustellen oder auf Nachschub des Originals zu warten.
Was kann der Lieferant nachliefern?
Senden Sie die alte Bestellposition, den Farbcode und ein Foto des Rückstellmusters mit lesbarem Etikett. Fragen Sie getrennt nach Restware aus der ursprünglichen Färbepartie, demselben Artikel aus neuer Färbung und einem Ersatzartikel. Erfragen Sie die durchgehend nutzbare Länge jeder Rolle. Im Gesamtbestand können kurze Reste enthalten sein, aus denen sich keine vollständige Manschette schneiden lässt.
Kann der Lieferant den Originalartikel erneut herstellen, verlangen Sie ein Muster der neuen Färbepartie und einen Liefertermin für Ihre Menge. Hat sich Muster oder Kante geändert, geben Sie dem vorgeschlagenen Muster gleich eine eigene Artikelreferenz. Alte Manschette und Originaletikett bleiben während des gesamten Vergleichs griffbereit.
Welche Unterschiede zeigen zwei ähnlich breite weiße Borten?
Zwei weiße Borten aus dem YiTuo-Katalog zeigen, warum sich neben der Breite auch ein Blick auf das Motiv lohnt. Eine misst laut Katalog 2,5 cm, die andere 2,7 cm. Betrachten Sie zuerst die Fläche an der geplanten Naht, anschließend die Kontur der gegenüberliegenden Kante. Die beiden Artikel dienen als Beispiele zur Musterauswahl. Die späteren Mengen für die Strickjacken sind eine Beispielrechnung.

YiTuos schmale elastische Spitze mit 2,5 cm Breite. Neben dem dichten Band verläuft eine fortlaufende Reihe kleiner Motive.

YiTuos 2,7 cm breite Blütenspitze. Die offenen Blütenmitten bieten der Musternäherei einen gut erkennbaren Punkt zum Ausrichten der linken und rechten Manschette.
Den Ersatz an einer ganzen Manschette erproben
Verwenden Sie für den ersten Versuch den bisherigen Schnitt, Ärmelstoff und Nahtverlauf. Markieren Sie die Seitennaht. Richten Sie je eine erkennbare Blüte an demselben Anfangspunkt aus und verfolgen Sie das Muster einmal rundherum. Hat die neue Borte einen längeren Rapport, trifft die letzte Blüte an einer anderen Stelle auf die erste. Stecken Sie den Stoß, bevor Sie das Material für die zweite Manschette zuschneiden.

Beispiel aus der Bemusterung. Verfolgen Sie mehrere Rapporte, betrachten Sie die Rückseite der angenähten Kante und vergleichen Sie auf der Vorderseite den Abstand der Bögen am Manschettenpaar.
Prüfen Sie die Manschette bei entspannt liegendem Ärmelstoff. Wie viel von der gewählten Blüte bleibt frei? Passt die Hand wie vorgesehen durch die geschlossene Manschette, und wie liegt die Kante anschließend? Falls das neue Band dichter ist oder ein dickerer Stoß am Handgelenk anliegt, lassen Sie genau diese Stelle am genähten Muster beurteilen. Verwenden Sie die für diese Strickjacke vereinbarten Wasch- und Abnahmebedingungen.

Verfolgen Sie die Blütenkontur über den Stoß. Durch Verschieben des Schnittanfangs kann vorne eine ganze Blüte liegen. Soll das Muster zugleich über den Stoß hinweg durchlaufen, gleichen Sie den Rapport mit dem benötigten Ringumfang ab und erproben Sie den Stoß vor der Freigabe.
Für wie viele Strickjacken reicht die ursprüngliche Borte?
Die Nachbestellung umfasst im Beispiel 160 Strickjacken. Für jede Manschette werden einschließlich Stoß 26 cm benötigt. Der Zuschnitt hat Musteranschluss, Rollenenden und unbrauchbare Bereiche berücksichtigt. Vom Original bleiben 120 verwendbare Streifen. In diesem Schnitt sind linkes und rechtes Teil austauschbar. Prüfen Sie vor der Stückzahlrechnung, welche Färbepartien der Käufer für ein Paar zusammen zulässt.

Die blaue Bindung hält zwei kühlere elfenbeinfarbene Streifen zusammen, die ockerfarbene das wärmere Paar. Unten rechts bleibt in jeder Schale ein einzelner Streifen. Müssen die Farbtöne getrennt bleiben, ergibt sich daraus keine weitere vollständige Strickjacke.
Gruppierung der 120 verwendbaren Streifen | Ganze Strickjacken mit Originalborte | Noch auszustattende Strickjacken | Nettobedarf der neuen Borte bei 26 cm je Manschette |
|---|---|---|---|
Alle 120 dürfen innerhalb einer freigegebenen Farbgruppe gepaart werden | 60 | 160 − 60 = 100 | 100 × 2 × 0,26 m = 52,00 m |
Partie A mit 61 und B mit 59 Streifen, keine Mischung erlaubt | A ergibt 30 Paare, B 29, zusammen 59 Strickjacken | 160 − 59 = 101 | 101 × 2 × 0,26 m = 52,52 m |
Im zweiten Fall bleibt pro Färbepartie ein Einzelstück übrig. Lassen Sie jedes beim zugehörigen Etikett. Für ein weiteres Paar müssten zwei vom Käufer getrennt gehaltene Farbtöne gemischt werden. Zählen Sie daher erst ganze Paare je zulässiger Gruppe und addieren Sie dann die Paare. Bei getrennten linken und rechten Zuschnitten begrenzt innerhalb jeder Gruppe die kleinere der beiden Stückzahlen die Zahl der Paare. Ändert sich die freigegebene Schnittlänge des Ersatzes, rechnen Sie den Verbrauch neu und schlagen dann Mehrbedarf für Musteranschluss und vereinbarte Reserven auf.
Beide Manschetten einer Strickjacke benötigen dieselbe Artikelnummer und eine für das Paar freigegebene Farbgruppe. Verlangt der Käufer eine einzige Färbepartie je Kleidungsstück, entnehmen Sie beide Manschetten dieser Partie. Vermerken Sie Fertigungslos, Artikelnummer der Borte und Rollenkennungen auf jedem Zuschnittbündel, damit Musternäherei und Zuschnitt die Entscheidung nachvollziehen können.
Warten, die Lieferung aufteilen oder die ganze Serie umstellen?
Vorgehen | Wann es passt | Was der Einkauf bestätigt |
|---|---|---|
Auf den Originalartikel warten | Der Kunde braucht durchgehend das ursprüngliche Dessin und akzeptiert den bestätigten Nachliefertermin. | Ursprüngliche Artikelnummer, benötigte Menge und Farbfreigabe bei einer neuen Färbepartie. |
Lieferung aufteilen | Zwischen benannten Teillosen darf ein sichtbarer Unterschied bestehen. Das genähte Manschettenpaar aus der Ersatzborte ist freigegeben. | Im Beispiel mit getrennten Partien 59 Strickjacken dem Original und 101 dem Ersatz zuordnen. Kennzeichnen, welche Kartons welche Borte enthalten. |
Ganze Serie umstellen | Die gesamte Lieferung soll einheitlich aussehen. Der Kunde akzeptiert die genähte Ersatzlösung und der Lieferant kann rechtzeitig Ware für alle 160 Teile bereitstellen. | Geänderte Bestellung für alle 160 Stück anlegen. Bei weiterhin 26 cm Zuschnitt 83,20 m netto zuzüglich Ausrichtverlusten und Reserve vorsehen. |
Tragen Sie die Entscheidung und die Stückzahlen neben der freigegebenen Musternummer in die Bestellung ein. Steht der Nachliefertermin noch aus oder ist die Ersatzmanschette noch nicht freigegeben, kennzeichnen Sie die betroffene Menge als offen. So erkennt der Zuschnitt, für welche Strickjacken er bereits Material entnehmen darf.
Besprechen Sie eine konkrete Anforderung
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Senden Sie eine kurze Beschreibung, eine Produktreferenz, ein Foto, ein Stoffmuster oder technische Unterlagen. Die technische Machbarkeit sowie die Bedingungen für Musterentwicklung, Dokumentation und Produktion werden nach der Prüfung bestätigt.
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